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Pflege gehörloser Senioren

Bewohner beim Gebärden

Im Haus Schäpenkamp als Einrichtung des Martineums finden auch gehörlose Senioren „Gehör". Ein Wohnbereich ist speziell auf Pflege und Betreuung gehörloser Senioren eingestellt.

Die Bewohnerzimmer sind mit einer Lichtblitzanlage anstelle einer Klingel, mit Notruf sowie mit Telefon- und Fernsehanschluss ausgestattet. Zusätzlich wird auf der Wohnebene ein Schreib- und Bildtelefon vorgehalten. Die Wohnebene zählt 14 Einzelzimmer und 1 Doppelzimmer. Sämtliche Zimmer können mit eigenen Möbeln ausgestattet werden.

Die Pflege- und Betreuungskräfte sind in der Gebärdensprache geschult. Auch die MitarbeiterInnen der Hauswirtschaft und der Krankengymnastik können sich gebärdend verständigen. Seelsorge ist über die evangelische Gehörlosenseelsorge gewährleistet. Das Martineum bildet aus und beschäftigt regelmäßig MitarbeiterInnen, die selbst von Gehörlosigkeit betroffen sind.

Damit gehört das Haus Schäpenkamp zu den wenigen Einrichtungen in NRW, in denen gehörlose ältere Menschen kommunikativ und sozial eingebunden sind.

In der Begegnung mit Gehörlosen achten wir darauf, dass wir

  • den Gehörlosen ansehen
  • für gute Beleuchtung sorgen
  • in der Gebärdensprache kommunizieren
  • langsam sprechen
  • deutlich artikulieren
  • das Gesagte mit Gesten unterstützen
  • das Gesprochene möglichst wiederholen lassen

Gehörlosen-Treffpunkt

Einmal im Monat treffen sich Bewohnerinnen und Bewohner, deren Angehörige und Freunde sowie Bekannte aus den Gehörlosenvereinen zum Vortrag, gemeinsamen Kaffeetrinken und Plaudern. So können langjährige Kontakte auch nach Einzug ins Martineum weiterhin gepflegt werden.

 

Soziale Betreuung

Die Teilnahme an Angeboten der Sozialen Betreuung ist freiwillig. Die Angebote sollen unterstützend dazu betragen, den Alltag zu bewältigen, die Selbständigkeit zu erhalten und zu fördern und die Lebensqualität zu heben.

  • Gesprächskreise
  • Betreute Essgruppen
  • Koch- und Backgruppen
  • Zeitungsrunde
  • Bewegungstraining
  • Spaziergänge
  • Gedächtnis- und Konzentrationsübungen
  • Kreatives Gestalten
  • Feste im Jahreslauf
  • Geburtstagskaffee
  • Ausflüge
  • Krankenhausbesuche
  • Gottesdienste
  • Gehörlosentreffpunkt
  • Aromatherapie
  • Wohlfühleinreibungen

Ansprechpartner

Gabriele Adamek, Tel.: 0201 / 50 23 - 292

Andrea Huckemeier, Bildtelefon: 0201 / 4379877; Fax: 0201 / 4379870
(Beratungsstelle für gehörlose Senioren und 1. Vorsitzende des Ev. Gehörlosenvereins Essen)